Pneumatikfreies Vakuumgreifen für Systemintegratoren
Weniger Druckluft. Weniger Infrastruktur. Einfachere Roboterzellen.

Viele Roboterzellen sind elektrisch.
Das Greiferumfeld bleibt trotzdem oft pneumatisch.
Damit werden Druckluftversorgung, Schläuche, Ventile, Wartung und Energieverluste automatisch mitgeplant – auch dann, wenn die Greifaufgabe anders gelöst werden könnte.
G-VAC stellt diese Annahme infrage.
Unsere Vakuumgreifer erzeugen oder stabilisieren das Vakuum direkt an der Saugstelle – ohne zentrale Druckluftversorgung am Greifsystem.
Für Systemintegratoren entsteht dadurch eine zusätzliche Technologieoption für kompakte, energieeffiziente und weniger komplexe Handlinganlagen.
Für Integratoren ist G-VAC kein weiterer Greifer. Sondern ein anderes Anlagenkonzept.
G-VAC ersetzt klassische Vakuumtechnik nicht pauschal.
Der Ansatz ist gezielter:
G-VAC ergänzt bestehende Greifkonzepte dort, wo Druckluft technisch, energetisch oder konstruktiv ein Nachteil ist.
Das kann für Integratoren interessant sein, wenn Kundenanlagen einfacher, energieeffizienter oder weniger wartungsintensiv ausgelegt werden sollen.
Der Nutzen im Anlagenkonzept
- keine Druckluft am Greifsystem
- keine Schläuche, Ventile und pneumatische Komponenten
- geringerer Energieverbrauch im Greifprozess
- weniger Leckage- und Wartungsrisiken
- kompaktere End-of-Arm-Konzepte
- ein Differenzierungsbaustein in frühen Angebots- und Konzeptphasen
Zwei Lösungen. Eine Grundidee.
G-VAC PS | Für glatte, dichte Oberflächen
Der G-VAC PS greift pneumatikfrei.
Das Vakuum entsteht direkt an der Saugstelle und wird ohne Druckluft gehalten.
Geeignet für dichte, glatte Bauteile wie:
- Glas
- Bleche
- beschichtete Oberflächen
- dichte Kunststoffe
- glatte technische Bauteile
Typische Anwendungen: Pick & Place, Automotive-Handling, Maschinenbe- und -entladung, Spann- und Fixieraufgaben.
G-VAC AS | Für anspruchsvollere Oberflächen
Der G-VAC AS erweitert den Ansatz auf Anwendungen, bei denen das Vakuum aktiv stabilisiert werden muss.
Das ist relevant, wenn Luft nachströmt oder die Oberfläche nicht ideal dicht ist.
Mögliche Anwendungen:
- Kartonagen
- Holzwerkstoffe
- Folien
- strukturierte Oberflächen
- leicht poröse Bauteile
- verschmutzte oder staubige Oberflächen
- flexible Materialien
Der G-VAC AS befindet sich aktuell als Prototyp in der Erprobung.
Wo Systemintegratoren G-VAC prüfen sollten
G-VAC ist besonders interessant, wenn viele Greifzyklen, lange Laufzeiten oder hohe Druckluftabhängigkeit zusammenkommen.
Typische Einsatzfelder:
- Roboterzellen
- Pick & Place
- Packaging-Automation
- Spritzgussentladung
- Maschinenbe- und -entladung
- Automotive-Handling
- Spann- und Fixieraufgaben
- Sondermaschinenbau
Entscheidend ist nicht, ob bisher Druckluft eingesetzt wurde.
Entscheidend ist, ob die Anwendung auch ohne Druckluft besser gelöst werden kann.
Erste Anwendungen zeigen das Potenzial
G-VAC wird aktuell in Machbarkeitstests und Pilotanwendungen für industrielle Greif- und Handlingprozesse geprüft.
Dazu gehören Anwendungen in:
- Automotive-Handling
- Glas- und Scheibenhandling
- Spritzgussentladung
- Packaging und Bauteilhandling
Ein aktueller BIW-Use-Case bei einem deutschen Fahrzeughersteller befindet sich in der technologischen Freigabe. Dabei geht es um das pneumatikfreie Handling eines größeren Karosseriebauteils.
Der einfache Einstieg: Application Check
Nicht jede Greifaufgabe ist geeignet.
Deshalb prüfen wir konkrete Anwendungen früh und pragmatisch.
Sie zeigen uns ein Bauteil, eine Greifaufgabe oder ein bestehendes Anlagenkonzept.
Wir prüfen, ob G-VAC PS oder G-VAC AS technisch und wirtschaftlich sinnvoll sein kann.
Das Ziel: schnell klären, ob pneumatikfreies Vakuumgreifen eine bessere Lösung ist – bevor Druckluft erneut automatisch mitgeplant wird.
Technologie: Was der G-VAC PS anders macht
Der G-VAC PS ist kein klassischer Vakuumgreifer.
Und auch keine elektrische Vakuumpumpe.
Der G-VAC PS ist ein pneumatikfreier, passiver Vakuumgreifer für glatte und nicht poröse Oberflächen.
Das Vakuum wird mechanisch direkt an der Saugstelle erzeugt und gehalten. Elektrische Energie wird nur zum Schalten benötigt.
Der eigentliche technologische Hebel steckt im SMA-Antrieb: Die Bewegung im Greifer wird durch Formgedächtnis-Aktoren aus Nickel-Titan (NiTi) erzeugt. Diese sogenannten Shape-Memory-Alloys verändern bei elektrischer Aktivierung ihre Länge und ermöglichen so neue Konstruktionsprinzipien für Greifsysteme. Dieser Antrieb bietet eine außergewöhnlich hohe Energiedichte und ermöglicht dadurch eine extrem kleine, leichte Bauform. Wo ein klassischer elektrischer Antrieb schnell über 1 kg wiegen und etwa zehnmal größer ausfallen würde, bleibt unser System im Bereich von ca. 100 g.
Damit ist G-VAC PS besonders interessant für Anwendungen, in denen klassische pneumatische Vakuumtechnik grundsätzlich funktioniert, aber unnötige Infrastruktur, Betriebskosten oder Komplexität verursacht.
Technische Eckdaten G-VAC PS
- 24 VDC
- sehr geringer Energiebedarf
- Zwei energiefreie Schaltzustände
- Fail-Safe-Prinzip: keine Entriegelung bei Stromausfall
- Integrierte Beschleunigungs- und Vakuumsensorik
- Status- und Diagnosesignale an die SPS
- Optische Betriebs- und Störanzeige
- Nahezu geräuschloser Betrieb ohne Luftverwirbelungen
- Verwendung marktüblicher Vakuumsauger
Die konkrete Auslegung wird an der jeweiligen Anwendung geprüft.
Was prüfen wir im Application Check?
Im Application Check betrachten wir unter anderem:
- Bauteilgeometrie
- Oberfläche
- Gewicht
- Greiffläche
- Taktzeit
- Bewegungsprofil
- Anzahl der Greifstellen
- Sicherheitsanforderungen
- Prozessumgebung
- bestehende Druckluft- oder Vakuumtechnik
- wirtschaftliches Potenzial durch weniger Druckluft
Am Ende steht eine klare Einschätzung:
G-VAC PS geeignet.
G-VAC AS prüfen.
Oder: Anwendung aktuell nicht sinnvoll.
Für welche Anwendungen ist G-VAC nicht geeignet?
G-VAC ist keine Universallösung.
Nicht geeignet oder kritisch sind Anwendungen mit:
- stark luftdurchlässigen Materialien
- sehr rauen oder offenen Oberflächen
- zu kleiner Greiffläche
- ungünstigem Bewegungsprofil
- zu hoher Leckage
- zu hoher Taktanforderung für die konkrete Auslegung
- Sicherheitsanforderungen, die eine andere Greiftechnik verlangen
Genau deshalb prüfen wir die Anwendung früh, bevor Aufwand in ein ungeeignetes Konzept fließt.
Prüfen Sie die Greifaufgabe, bevor Druckluft gesetzt ist.
Ob Roboterzelle, Packaging-Anlage, Spritzgussentladung oder Automotive-Handling:
Wenn Vakuumgreifen heute mit Druckluft geplant wird, lohnt sich die frühe Frage:
Geht es einfacher?
Wir prüfen, ob G-VAC PS oder G-VAC AS für Ihre Anwendung geeignet ist.
Jetzt Application Check anfragen:

Roger Kautz
nititec vacuum gripper GmbH
roger.kautz-ext@nititec-gripper.de
Tel. 0176 62 944 177

