Pneumatikfreies Vakuumgreifen für Automatisierungs- und Handlinganlagen
Eine Technologieoption für Fertigungswerke, Manufacturing Engineering und Automatisierungsteams im Automotive-Umfeld

Viele Automotive-Fertigungen arbeiten seit Jahren mit bewährter pneumatischer Greif- und Vakuumtechnik. Der G-VAC PS soll diese Lösungen nicht pauschal ersetzen.
Der Ansatz ist gezielter: Der G-VAC PS ergänzt bestehende Lösungen dort, wo Druckluft in Greif- und Handlingprozessen Energie, Infrastruktur, Geräusch, Wartung oder Komplexität verursacht.
Der Greifer arbeitet mit 24 V, ohne Druckluft, ohne zentrale Vakuuminfrastruktur und ohne lokale Vakuumpumpe.
Damit erhalten Automotive-Fertigungsunternehmen eine zusätzliche Technologieoption für Anwendungen, bei denen pneumatikfreie, kompakte und energieeffiziente Automatisierungskonzepte geprüft werden sollen.
Was bedeutet das?
In vielen Automotive-Anlagen ist der Roboter elektrisch.
Das Greiferumfeld ist aber häufig weiterhin pneumatisch.
Das bedeutet zusätzliche Infrastruktur, Schläuche, Ventile, Drucklufterzeugung, Energieverluste, Geräusch und Wartung.
Der G-VAC PS entfernt diesen Teil in geeigneten Vakuumgreif-Anwendungen.
Für Kunden kann das bedeuten:
- geringerer Energieverbrauch
- weniger Druckluftinfrastruktur
- reduzierte Geräuschentwicklung
- einfacherer Aufbau am Roboterarm
- weniger Wartungs- und Leckagequellen
- ein konkreter Beitrag zur Eliminierung von teurer Druckluft in der Produktion
- eine Technologieoption für interne Freigabeprozesse und zukünftige Anlagenkonzepte
Technologie: Was der G-VAC PS anders macht
Der G-VAC PS ist kein klassischer Vakuumgreifer.
Und auch keine elektrische Vakuumpumpe.
Der G-VAC PS ist ein pneumatikfreier, passiver Vakuumgreifer für glatte und nicht poröse Oberflächen.
Das Vakuum wird mechanisch direkt an der Saugstelle erzeugt und gehalten. Elektrische Energie wird nur zum Schalten benötigt.
Der eigentliche technologische Hebel steckt im SMA-Antrieb: Die Bewegung im Greifer wird durch Formgedächtnis-Aktoren aus Nickel-Titan (NiTi) erzeugt. Diese sogenannten Shape-Memory-Alloys verändern bei elektrischer Aktivierung ihre Länge und ermöglichen so neue Konstruktionsprinzipien für Greifsysteme. Dieser Antrieb bietet eine außergewöhnlich hohe Energiedichte und ermöglicht dadurch eine extrem kleine, leichte Bauform. Wo ein klassischer elektrischer Antrieb schnell über 1 kg wiegen und etwa zehnmal größer ausfallen würde, bleibt unser System im Bereich von ca. 100 g.
Damit ist G-VAC PS besonders interessant für Anwendungen, in denen klassische pneumatische Vakuumtechnik grundsätzlich funktioniert, aber unnötige Infrastruktur, Betriebskosten oder Komplexität verursacht.
Technische Daten G-VAC PS
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Elektrischer Anschluss | Stecker M8, 4-polig |
| Schutzart | IP54 |
| Spannung | 24 V DC |
| Nennstrom / Schaltstrom | 30 mA / 250 mA |
| Payload | 5 kg |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C |
| Gewicht | 100 g ohne Sauggreifer |
| Abmessung | Ø 70 mm x 38,5 mm |
Systemeigenschaften
- Passives Ansaugen: keine aktive Vakuumerzeugung
- Zwei energiefreie Schaltzustände
- Fail-Safe-Prinzip: keine Entriegelung bei Stromausfall
- Integrierte Beschleunigungs- und Vakuumsensorik
- Status- und Diagnosesignale an die SPS
- Optische Betriebs- und Störanzeige
- Nahezu geräuschloser Betrieb
- Verwendung marktüblicher Vakuumsauger
- Lieferbar mit Roboterflansch, z. B. Universal Robots
- Kompatibel mit allen gängigen Feldbussystemen
Geeignete Anwendungen
Der G-VAC PS eignet sich für glatte, nicht poröse Oberflächen, zum Beispiel:
- Pick & Place
- Be-/Entladung von Maschinen
- Handling von Bauteilen
- Spann- und Fixieraufgaben
- Karosserieteile und Blechteile
- Body-in-White-Anwendungen
- Teilehandling in Montage- und Automatisierungsprozessen
- Entnahme- und Zuführprozesse in der Fertigung
- geeignete Kunststoff- oder Spritzgussteile mit glatten Oberflächen
Nicht geeignet ist G-VAC PS für stark poröse, flexible oder luftdurchlässige Materialien.
Für diese Anwendungen bringen wir im Sommer den G-VAC AS mit High-speed Vakuumerzeugung (und Evakuierung) direkt an der Saugstelle.
Wo der G-VAC PS in Automotive-Fertigungen passt
Automotive-Fertigungsunternehmen müssen bestehende Greiftechnik nicht grundsätzlich umstellen. Der Nutzen liegt in geeigneten Anwendungen, in denen Druckluft gezielt reduziert oder eliminiert werden soll.
Der G-VAC PS ist eine zusätzliche Technologieoption für:
- pneumatikfreie Automatisierung
- geringere Betriebskosten
- kompakte Roboterzellen
- energieeffizientes Greifen
- sauberes oder leises Handling
- Alternativen zu Druckluft
- interne Technologieerprobung
- Technologiefreigabe für zukünftige Anlagenkonzepte
- Pilotanwendungen in Fertigung, Montage oder Karosseriebau
Damit kann der G-VAC PS dort eingesetzt werden, wo Druckluft heute noch selbstverständlich ist, aber aus Energie-, Wartungs- oder Nachhaltigkeitssicht zunehmend hinterfragt wird.
Industrielle Referenz
Der G-VAC PS wird bereits in industriellen Anwendungen evaluiert und eingesetzt, unter anderem im Automotive-Umfeld.
Ein erfolgreicher Labortest wurde mit einem deutschen Nutzfahrzeughersteller im Bereich Body-in-White durchgeführt. Aktuell befindet sich der Ansatz dort auf dem Weg der Technologiefreigabe für das Handling von Karosserieteilen.
Weitere Bewertungen betreffen Anwendungen wie Spritzguss-Entladung, Glashandling und industrielles Teilehandling.
Technische Unterlagen
Für die weitere Prüfung finden Sie hier unsere PDF-Downloads zum G-VAC PS sowie einen Betriebskostenkalkulator zum Vergleich pneumatisch vs. elektrisch.
Die PDFs geben einen kompakten Überblick über Funktionsprinzip, technische Eigenschaften, Einsatzbereiche und Integration. Mit dem Betriebskostenkalkulator können Sie überschlägig berechnen, welches Einsparpotenzial durch den Ersatz pneumatischer Vakuumgreifer entsteht.
Nächster Schritt
Wir möchten gemeinsam prüfen, ob der G-VAC PS für ausgewählte Automotive-Anwendungen, interne Technologieerprobungen oder zukünftige Anlagenkonzepte geeignet ist.
Ein kurzer technischer Austausch reicht für eine erste Einschätzung. Dabei klären wir:
- welche Anwendungen geeignet sind
- welche Integrationsanforderungen bestehen
- welche Roboter-Use-Cases passen
- ob ein Labortest, Pilot oder eine interne Technologiebewertung sinnvoll ist
Kontakt:

Roger Kautz
nititec vacuum gripper GmbH
roger.kautz-ext@nititec-gripper.de
Tel. 0176 62 944 177

